10.01.2024

Selbständig als Elektriker - so erfüllst du es dir

Eine Selbständigkeit ist für viele Menschen ein Traum. Es verspricht Selbstbestimmung, mehr Freiheit und höhere persönliche Einnahmen, sich selbständig zu machen. Gerade im Handwerk entscheiden sich deshalb viele Menschen für eine Betriebsgründung. Elektriker:innen sind ganz vorn mit dabei. Das wird auch unterstützt durch die digitalen Lösungen, die viele Betriebsabläufe heute vereinfachen und dir nach Gründung einige Arbeit abnehmen.

Frank ist 35, Elektriker und seit über fünf Jahren bei seinem Betrieb beschäftigt. Sein Beruf macht ihm Spaß wie am ersten Tag und durch die gute Auftragslage im Handwerk hat er immer etwas zu tun gehabt. Aus persönlichen Gründen wird er den Betrieb demnächst aber verlassen. Seine Familie hat eine neue Bleibe und die ist leider zu weit weg, als dass es sich lohnen würde zu pendeln. Grund genug, dass Frank eine alte Idee wieder einfällt: Warum nicht irgendwann selbständig machen? Die Fähigkeiten dazu hat er. Das hat der Chef ihm immer wieder bestätigt, der natürlich trotzdem froh war, dass Frank bis jetzt bei ihm geblieben ist. Wenn sich jetzt aber sowieso ganz viel bei Frank verändert, könnte er sich am neuen Ort ja auch einen eigenen Betrieb aufbauen, überlegt er.

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Disclaimer: Wir beleuchten in diesem Beitrag rechtliche Aspekte einer Selbständigkeit im Handwerk; die zur Verfügung gestellten Informationen ersetzen aber keineswegs eine individuelle juristische Beratung. Sämtliche Informationen sind unverbindlich und wir bitten dich, für verlässliche Informationen oder Nachfragen eine Anwaltskanzlei zu kontaktieren.

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Nachdem die Anzahl an Elektrobetrieben in der sogenannten Handwerksrolle ein paar Jahre lang rückläufig gewesen ist, lag der Wert Anfang 2023 mit 61.300 Betrieben wieder höher. Das spricht dafür, dass es einen mindestens gleichbleibenden Bedarf an Elektrofachkräften in Deutschland gibt. Und tatsächlich ist die Stimmung im Elektrohandwerk ähnlich wie die Auftragslage weiterhin hoch ist.

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Was ist die Handwerksrolle?

Wer einen Betrieb in einem zulassungspflichtigen Handwerk führt, muss diesen in ein Verzeichnis bei den Handwerkskammern eintragen. Dieses Verzeichnis heißt Handwerksrolle.

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Wer gründen möchte, braucht allerdings noch mehr als nur die Gelegenheit auf dem Markt. Solltest du überlegen, dich als Elektriker:in selbständig zu machen, solltest du auch die entsprechenden persönlichen Eigenschaften mitbringen.

  • Geduld

  • Fachkompetenz

  • Organisationsfähigkeit

  • stabile private Situation

  • grundsätzlich Freude an Aufgaben im Elektrohandwerk

  • körperliche und mentale Gesundheit

  • ständige Bereitschaft zu lernen

Vorbereitung: Überprüfe den Markt fürs E-Handwerk

Die Auftragslage und die Anzahl an Betrieben sprechen dafür, sich als Elektriker:in selbständig zu machen. Das bedeutet aber nicht, dass du deinen Betrieb einfach sofort an Ort und Stelle eröffnen solltest. Genau genommen ist gerade der Standort ein wichtiger Faktor bei der Gründung.

Gründen in der Region

Schau dir schon am Anfang an, wie der Wettbewerb in deiner Region aussieht. Dabei kannst du dich grob an einigen Fragen orientieren, die dir helfen, Chancen auf dem Markt genauso zu erkennen wie Risiken.

  • Wie viele Handwerksbetriebe in deinem Bereich gibt es schon?

  • Welche Schwerpunkte haben die ansässigen Betriebe?

  • Welches Verhältnis von Neubau und Altbaurenovierung gibt es in der Region?

  • Gibt es Tätigkeiten, die in der Region noch gar nicht ausreichend vorhanden sind?

Selbständig sein im Handwerk

Du solltest dir nicht nur einen Überblick über die Region verschaffen, sondern auch über dich selbst und das, was du mitbringst. Dazu gehört es, dass du dir über dein Angebot klar wirst. Richtest du dich an private oder gewerbliche Kundschaft? Befindest du dich in der Nähe eines Industriegebietes, kann es sinnvoll sein, sich auf Gewerbekundschaft zu konzentrieren. Auch der Einsatz für ganze Kommunen oder öffentliche Einrichtungen ist sinnvoll. Ein großer Vorteil ist es, dass du hier vielfach langfristige Projekte haben wirst. Das sichert deine Auftragslage und regelmäßiges Einkommen. Du kannst dich aber auch auf private Kundschaft konzentrieren. Hier ist immer Bedarf. Anders als andere Gewerke wie zum Beispiel im Garten- und Landschaftsbau hast du es im E-Handwerk auch nicht mit einer witterungsbedingten Auftragsflaute zu tun.

Am meisten kannst du punkten, wenn du dich spezialisierst und dir deine Nische suchst. Diese Nische sollte nicht zu klein sein, damit du wirklich ausreichend Aufträge bekommen kannst. Es darf aber gern in einem Bereich sein, den noch nicht viele andere Handwerker:innen bespielen. Dadurch kannst du finanziell hochkarätige Aufträge annehmen und trägst gegebenenfalls bei zur Zukunft der Energiewirtschaft. Außerdem grenzt du dich gegen deinen Wettbewerb ab.

Als Elektriker:in im Bereich Photovoltaik spezialisieren

Seit der Jahrtausendwende hat die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen in Deutschland kontinuierlich zugenommen. Heute liegt sie bei über 67.000 Megawattpeak. Die Nachfrage im privaten wie gewerblichen Bereich ist weiterhin hoch. Davon profitierst du als auf Photovoltaik spezialisierte Fachkraft im Elektrohandwerk deutlich.

In entsprechenden Weiterbildungen versetzt du dich selbst in die Lage, Kundschaft zu beraten, Anlagen zu installieren und diese zu warten. Zwar wird eine große Menge an Installationen auch von Dachdecker:innen übernommen. Spezialisierte Solarteursbetriebe übernehmen ebenfalls einen großen Anteil. Doch spätestens beim Anschluss ist eine elektrotechnische Installation durch eine qualifizierte Fachkraft in diesem Bereich nötig.

Als Elektriker:in im Bereich Smart Home spezialisieren

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland nutzt schon Smart-Home-Lösungen. Grund genug, sich als Elektriker:in/Elektroniker:in zu spezialisieren. Laut Erhebungen beziehen Menschen zu gut einem Drittel ihre Smart-Home-Anwendungen direkt vom Handwerk bzw. dem entsprechenden Fachhandel. Dazu kommt die professionelle Installation durch Fachkräfte, die sich darauf spezialisiert haben. Auch die Wartung bzw. Reparatur kann mittelfristig ein lohnendes Geschäft für Spezialist:innen sein. Während Smart-Home-Ausstattungen mehr Komfort versprechen, ist vielen eine Reparatur zu kompliziert. Hier bietet sich für Fachkräfte eine wachsende Nachfrage an.

Weitere Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk

Wenn du dich noch vor einer Ausbildung befindest, sind neuere Ausbildungsberufe im E-Handwerk vielleicht für dich interessant. Anhand weniger Beispiele geben wir dir hier einen Einblick, wie vielseitig die entsprechenden Berufsbilder sein können und was dafür in der Ausbildung nötig ist.

Ausbildung in der Energie- und Gebäudetechnik

Elektriker:innen mit Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik bieten ein Rund-um-Paket im Bereich Wohnraum. Von Versorgungsanlagen über Beleuchtung und Klima bis hin zur Überwachung nehmen sie die Installation elektrischer Anlagen und Geräte vor. Auch Nutzgeräte wie Waschmaschine und Herd gehören zum Portfolio.

Die Fachspezialisierung erfordert eine 3,5-jährige Ausbildung. Zu den Ausbildungsinhalten gehört es, elektronische Systeme prüfen, Installationen planen, Steuerungen anpassen und informationstechnische Systeme bereitstellen zu können. Darüber hinaus qualifizierst du dich unter anderem in der Planung von Kommunikationssystemen und der Instandhaltung von elektrischen und energietechnischen Anlagen.

Ausbildung in der Automatisierungs- und Systemtechnik

In der Automatisierungs- und Systemtechnik trägst du massiv zu einem geregelten Alltag ganzer Städte bei. Von der Ampeltechnik auf offener Straße bis zum Fließband im Supermarkt hast du deine Finger im Spiel. Zu deinen Aufgaben gehört unter anderem die Installation von Maschinen und Anlagen, die Programmierung der entsprechenden Vorrichtungen und deren Prüfung .

Die duale Ausbildung in dieser Fachrichtung dauert vier Jahre. Eine Qualifizierung in der Automatisierungs- und Systemtechnik umfasst die Analyse, Planung und das Bereitstellen und Prüfen von elektrotechnischen, elektrischen und informationstechnischen Systemen. Dazu kommt das Programmieren, Realisieren, die Analyse und das Prüfen von Steuerungen. Nicht zuletzt lernst du die Installation, die Inbetriebnahme, Übergabe, die Instandhaltung und Dokumentation von Systemen der Automatisierungstechnik kennen.

Rechtliche Fragen in der Selbständigkeit als Elektriker:in

Wer sich als Elektriker:in selbständig machen möchte, muss laut Gesetz einige Bedingungen erfüllen. Die erste und wichtigste Bedingung ist die entsprechende fachliche Qualifikation erworben über eine 3 Jahre dauernde Ausbildung, die du mit dem Gesellenbrief abgeschlossen hast.

Um noch etwas mehr über die Gründung eines eigenen Betriebs zu erfahren, kannst du dich an die Handwerkskammern wenden. Gleiches gilt für betriebswirtschaftliche Beratungs-und Informationsangebote. Nützlich und eigentlich notwendig ist außerdem ein Führerschein Klasse B oder sogar BE. Als Elektriker:in ist es sinnvoll, jederzeit mobil zu sein.

Besonders wichtig ist allerdings ein Meisterbrief. Der Meisterbrief stellt die höchste Qualifizierung im Handwerk dar. Mit dem Meisterbrief ist bezeugt, dass du über fachliche, pädagogische und kaufmännische Kompetenzen verfügst, die vor allem für eine Selbständigkeit und die Ausbildung von anderen notwendig sind. Mit dem Meisterbrief kannst du dann einen Betrieb in die Handwerksrolle eintragen lassen. Hierfür fallen etwa 50 bis 100 Euro an.

Die Eintragung in die Handwerksrolle ist die Voraussetzung für eine Selbständigkeit als Elektriker:in. Zusätzlich musst du gemäß § 14 der Gewerbeordnung aber auch eine Gewerbeanmeldung vornehmen. Hierfür benötigst du die Handwerkskarte, die die Handwerkskammer dir ausstellt. Sobald die Gewerbeanmeldung beim Amt erfolgt ist, informiert dieses das Finanzamt, die Berufsgenossenschaft und das statistische Landesamt. Vertreter:innen der entsprechenden Behörden kommen dann ggf. auf dich zu.

Selbständig als Elektriker:in - geht das auch ohne Meisterbrief?

Obwohl ein Meisterbrief die sicherste Variante ist, um sich als Elektriker:in selbständig zu machen, lässt das Gesetz ein paar Ausnahmen zu. Du kannst dich unter bestimmten Umständen auch ohne Meisterbrief selbständig machen.

Nach $ 7b der Handwerksordnung (HwO) kannst du die so genannte Altgesellenregelung in Anspruch nehmen. Nach der Altgesellenregelung kannst du dich als Elektriker:in auch selbständig machen, wenn du schon sechs Jahre in deinem Beruf gearbeitet hast. Davon musst du allerdings schon vier Jahre in leitender Position gearbeitet haben.

Eine weitere Möglichkeit hast du, indem du eine:n Elektrikermeister:in in leitender Position einstellst, der dich fachlich vertritt. Diese Variante ist aber mit einigen Unsicherheiten verbunden. So kannst du dir nicht sicher sein, ob ein:e Meister:in sich nicht irgendwann doch allein selbständig macht. Durch deine Abhängigkeit von einer anderen Person, ist diese Variante ein Risiko. Außerdem schwächt es deine Position in deinem eigenen Betrieb, was gerade mit Angestellten ein Thema sein kann.

Als Elektriker:in selbständig - welche Rechtsform ist sinnvoll?

Du bist grundsätzlich frei in der Wahl der Rechtsform deines Elektrobetriebs. Die Möglichkeiten haben allerdings unterschiedliche Vor- bzw. Nachteile.

Einzelunternehmer:in: Die einfachste Variante ist die Anmeldung als Einzelunternehmer:in. Du hast damit wenig Aufwand und musst auch kein Stammkapital mitbringen. Dafür haftest du allerdings auch uneingeschränkt.

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Was ist das Stammkapital?

Das Stammkapital ist das Kapital einer unternehmerischen Gesellschaft. Mit diesem Geld haftet das Unternehmen im Fall der Fälle. Zudem bietet es Gläubiger:innen einen Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse. Die Höhe des Stammkapitals ist festgelegt und es darf nur für definierte Zwecke eingesetzt werden.

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Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR): Eine weitere Form ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Hier haftest du vollständig mit deinem privaten Vermögen. Für Kleingründungen mit einer zweiten Person ist diese Rechtsform einfach und erfordert kein Stammkapital.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH): Gleich nach den Einzelunternehmer:innen ist die GmbH unter den Kapitalgesellschaften die beliebteste und verbreitetste Rechtsform. Dies liegt vor allem auch daran, dass eine GmbH zwar ein Stammkapital von 25.000 Euro erfordert. Dafür haftest du im Fall der Fälle allerdings auch nur mit dem Gesellschaftsvermögen.

Unternehmergesellschaft (UG): Zu den typischen Kapitalgesellschaften in Deutschland zählt auch die Unternehmergesellschaft (UG). Der Vorteil besteht darin, dass im Gegensatz zur GmbH schon ein Eigenkapital von 1 Euro genügt, um die Haftung aufs eigene Unternehmen zu beschränken. Allerdings musst du 25 Prozent des jährlichen Gewinns dazu nutzen, ein Stammkapital von 25.000 Euro aufzubauen. Zudem muss der Vermerk “haftungsbeschränkt” Teil der Angabe der Rechtsform sein.

Die Finanzen als selbständige:r Elektriker:in

Wenn du dich als Elektriker:in selbständig machen möchtest, solltest du über ein ausreichendes Grundkapital verfügen. Die 25.000 Euro, die du bei Gründung einer GmbH sowieso aufbringen müsstest, sind dafür ein guter Richtwert. Beachte, dass es zum Beispiel bis zu 12.000 Euro kosten kann, als Elektrotechniker:in einen Meisterbrief zu erhalten.

Anschaffungskosten als selbständige:r Elektriker:in

Bei den Ausgaben, die du für eine Selbständigkeit beachten solltest, ist zwischen laufenden Kosten und Anschaffungskosten zu unterscheiden. Durch Verschleiß oder Reparaturen gibt es hier auch Überschneidungen, doch für vieles gilt, dass du zunächst feste einmalige Ausgaben hast.

Werkzeuge

Typischerweise benötigst du einiges an Werkzeug, um Aufträge sachgemäß zu erfüllen. Unter anderem zählen dazu Seitenschneider und Spannungsprüfer, Akkuschrauber und Bohrmaschinen und weitere Werkzeuge und Geräte. Insgesamt musst du hierbei mit einem drei- bis vierstelligen Betrag für den Erwerb von Werkzeug rechnen.

Kleidung

Für die äußere Erscheinung, aber vor allem aus Sicherheitsgründen ist es wichtig, dass du die richtige Arbeitskleidung hast. Eine lange Hose und eine langärmelige Jacke, die stets geschlossen ist, bietet dir einen guten Schutz. Dazu am besten Arbeitshandschuhe aus Gummi oder Latex und passende Arbeitsschuhe. Mit einer mittleren dreistelligen Summe bist du in diesem Bereich dabei.

Fahrzeugkosten

Mit schwerem Werkzeug und Material kannst du nicht zu Fuß zur Kundschaft marschieren. In einigen Fällen kannst du dir überlegen, ob ein Lastenrad ausreicht. Meistens wird deine Wahl aber auf ein Auto oder einen kleinen Lieferwagen fallen. Abhängig vom vorhandenen Kapital ist wenigstens der Kauf mit einer einmaligen Zahlung erledigt. Realistischer ist allerdings die Finanzierung über z. B. Leasing.

Laufende Kosten für selbständige Elektriker:innen

Die Raten für ein Firmenfahrzeug gehören zu den klassischen laufenden Kosten in der Selbständigkeit als Elektriker:in. Dazu kommen Ausgaben für Benzin und für die Steuer. Auch Versicherungsbeiträge müssen regelmäßig bezahlt werden.

Mietkosten hast du auch für ein eventuell vorhandenes Büro. Falls du darauf verzichten kannst, weil du Kundschaft sowieso nicht empfängst, hast du immer noch Kosten für ein Lager und/oder eine Werkstatt, in der du Arbeiten erledigen oder Vorbereitungen treffen kannst.

Auch unabhängig vom Firmenwagen wirst du laufende Kosten für Versicherungen haben. Eine Betriebshaftlicht sichert dich gegen Ansprüche ab, mit einer Inhaltsversicherung schützt du dich vor Diebstahl oder anderweitigen Schäden an deinen Geräten und Werkzeugen. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung und eine Rechtsschutzversicherung sind gut investiertes Geld und nicht zu vergessen sind die Kosten für die Krankenversicherung und ggf. eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Marketing-Kosten für Elektriker:innen

Ein eigener wichtiger Punkt sind Kosten für deine Werbung. Obwohl die Auftragslage im Handwerk aktuell wirklich rosig ist, müssen die Menschen erst einmal von dir und deinem Angebot erfahren. Dabei helfen sicherlich auch persönliche Empfehlungen. Doch darüber hinaus solltest du auch aktiv nach draußen gehen.

Mögliche Bereiche, in denen Kosten fürs Marketing anfallen können, sind:

  • Entwicklung eines eigenen Logos

  • passendes Briefpapier

  • Visitenkarten

  • Homepage

Marketingausgaben zählen üblicherweise zu den laufenden Kosten. Anschaffungen wie Visitenkarten in größerer Menge fallen meist nicht regelmäßig an. Doch Ausgaben für den Online-Auftritt oder Online-Werbung solltest du laufend einkalkulieren. Diese Ausgaben lohnen sich auch deshalb, weil immer mehr Menschen heute online nach Handwerker:innen suchen. Wenn du dort nicht auftauchst, gibt es dich für diese Menschen nicht. Hier hat die Digitalisierung von Lebensbereichen auch sehr viel bei der Kundschaft verändert.

Handwerker-Software - digitale Lösungen für die Selbständigkeit

Digitaler geworden ist aber nicht nur die Kundschaft. Auch im Handwerk setzen immer mehr Menschen auf digitale Anwendungen, die ihnen Arbeit im Alltag abnehmen und die Arbeitsabläufe insgesamt verbessern.

Gute Beispiele dafür sind Handwerker-Software-Lösungen und Buchhaltungssoftware. Und obwohl gute Lösungen ihren Preis haben, hast du den bei einigen preiswerten Lösungen schon allein dadurch raus, dass du dir Ausgaben für Papier und Druckertinte sparst.

Mit der passenden Handwerker-Software kannst du dann deine Einsatzplanung im Büro komplett digital erledigen. Viele Lösungen integrieren zudem eine Smartphone-App, mit der dann Mitarbeiter:innen auf einer Baustelle alle Infos für einen Auftrag einsehen, Ergebnisse dokumentieren und ihre Arbeitszeiten erfassen können. Über so genannte Schnittstellen kannst du Informationen wie die erfassten Arbeitszeiten dann direkt an eine Buchhaltungssoftware übertragen.

Fazit - Selbständig als Elektriker:in

Selbständig als Elektriker:in zu sein, ist für viele Handwerker:innen ein lang gehegter Wunsch. Eine Selbständigkeit ist immer mit viel Verantwortung verbunden und auch nicht ganz ohne Risiko. Durch die momentane Auftragslage im Handwerk kann es sich aber lohnen, genau jetzt diesen Schritt zu wagen. Am besten arbeitest du schon viele Jahre in deinem Bereich. Ein Meisterbrief ist nicht zwingend notwendig, vereinfacht aber sehr vieles. Neben rechtlichen Fragen solltest du vor allem deine Finanzen klären. Ein Startkapital von 25.000 Euro ist grundsätzlich sinnvoll. Darüber hinaus fallen laufende Kosten für Versicherungen, Fahrzeuge und Räume sowie dein Marketing an. Zusätzlich ist es sinnvoll, in digitale Lösungen wie Handwerker-Software und Buchhaltungssoftware zu investieren, die dir im Büro und in der Einsatzplanung die Arbeit erleichtern. Auf diese Weise kannst du dir schon mit der Gründung bzw. dem Einstieg in deine Selbständigkeit als Elektriker:in einen massiven Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Betrieben verschaffen.



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